Dienstag, 12. Juli 2016
Leben wo andere Urlaub machen
Ein wunderschönes Wochenende ist vorbei. In dem ganzen Papierkrieg war mal raus aus der Stadt und wie man hier sagt "desconectar" genau das richtige.
Samstag sind wir zu einer kleinen Wanderung bei ca 35°C aufgebrochen. Theoretisch geht der Weg immer wieder durch kleine Wälder, praktisch waren viele Abschnitte in der prallen Sonne. So war eine einfache Wanderung, was man auch als langen Spaziergang bezeichnen könnte, ziemlich anstrengend. Trotzdem war es super schön. Die Hügelkette verläuft hinter den Vororten Barcelonas und man hat immer wieder eine wunderschöne Aussicht auf das Meer, die Stadt und den Horizont. Zur Belohnung gab es ein formidable Picknick und eine Abkühlung im Meer.







Sonntag stand dann ganz im Zeichen Sonne, Strand, Urlaub. Ein wenig auswärts findet man die ruhigeren, saubereren Strände, frei von Touristen und nur wenigen, oft nervigen, Strandverkäufern.



Leider habe ich mir einen heftigen Sonnenbrand eingefangen, der bis heute noch schmerzt. Ich hatte mich zwar ordentlich eingecremt, danach aber die Hose angezogen um an den Strand zu laufen. Dabei hat sich die ganze Creme wieder abgerieben. Jetzt zeichnet sich die Hose in Rot auf meinen Beinen ab, nicht wie sonst in weiß. Auch mal schön ;-)

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Samstag, 9. Juli 2016
Umzug geschafft und der nächste schon in Aussicht
Am Mittwoch musste ich nun meine liebgewonnene erste WG in Barcelona verlassen. Das Zimmer war nur auf Zeit, aber diese Zeit war sagenhaft. Ich hatte so viel Spaß mit meinen Mitbewohnern und auch wenn wir uns noch sehen können, es wird nicht mehr das gleiche sein. Das Leben ist eben wie Wasser, es geht auf und nieder in Wellen und ist ständig im Fluss.

Der Umzug an sich, war dann ganz easy und unkompliziert. Ein Koffer und mein mittlerer Rucksack gingen mit mir mit der Metro zur neuen Wohnung, die Reisetasche durfte auf dem Motorrad eines Freunde dorthin fahren. Abladen, hochtragen, ausräumen, fertig. Wenn das in Deutschland auch immer so einfach gewesen wäre. Einfach mal ohne Möbel umziehe. Das gefällt mir sehr gut hier.

Ok, angekommen, angefangen auszupacken...dann kam auch schon meine Mitbewohnerin um die Ecke, ob wir noch kurz etwas besprechen könnten. Habe nichts böses ahnend das Bier entgegengenommen und mich zu ihr gesetzt. "Wir müssen bis Ende des Monats ausgezogen sein" Wommm...
Was läuft denn jetzt schon wieder für ein Film?
Meine Mitbewohnerin hatte sich vor 4 Monaten von ihrem Partner getrennt und ist mit der gemeinsamen Tochter vorerst zu einer Freundin gezogen. Abgemacht hatten sie, dass er sich eine neue Wohnung sucht und sie mit dem Kind in die Wohnung zurückkommt und sich noch jemanden zur Untermiete (also mich) dazunimmt. Jetzt hatte sich ihr Ex das aber anders überlegt und fährt einen Rachefeldzug "Entweder ich darf in der Wohnung bleiben oder ich komme nicht mehr aus England zurück und du bekommst auch nicht das Kind!" - Was ist nur mit den Menschen los?
Letztendlich hat meine Mitbewohnerin schon eine neue Wohnung gefunden, auch mit Platz für mich und mir angeboten, wenn es mir gefällt, mit ihr umzuziehen. Gestern hat sie mir die neue Wohnung gezeigt. Wow, ein kleiner Palast. Die Wohnung ist noch schöner und größer als die erste und im gleichen Viertel. Also fast alles perfekt.





Nur teurer ist sie....aber ich denke machbar. Kann ich ja noch ein paar Nachhilfestunden geben.
Am Dienstag bekommen wir die Schlüssel und dann können wir nach und nach umräumen.

Next steps...empadronamiento, NIE, SEG SOC

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Freitag, 1. Juli 2016
LLac Petit in Terrassa
Ein Tag wie im Urlaub.
Nach einem intensiven Lernvormittag ging es mit dem Zug nach Terrassa. Dort wurde ich am Bahnhof abgeholt und wir machten uns auf den Weg Richtung Wald und Berge - kleine Berge, ungefähr wie die schwäbische Alb, aber hügelig ohne steile Kanten.
Ziel war ein kleiner See mitten im Wald, völlig abgeschieden und ruhig. Im Gegensatz zum See in Gönningen, an dem ich letzte Woche noch war, ist der Llac Petit (cat. kleiner See) Badewannenwasser. Ohne Weiteres konnten wir hineinlaufen und losschwimmen.
In der Mitte des See lag ein alter Baumstamm, dessen Spitze aus der Wasseroberfläche herausragte. Und was saß darauf? - Zwei Schildkröten, die sich dort sonnten. Erst dachten wir, dass der Baumstamm mit Moos bedeckt war und er nur unsere Phantasie anregte, doch dann bewegte es sich und als wir näher kamen, haben wir sie dann auch erkannt. Zwei kleine Schildkröten (zwei Hände voll) saßen dort in der Sonne.
Es scheint, dass dort jemand seine Haustiere ausgesetzt hat....sie aber wohl glücklich sind.

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